Trainiere mit Pumpe – NO im Dienst der Muskeln

„Nur wenige wissen, was der Pump ist. Um das zu verstehen, muss man ihn selbst erfahren. Das ist das tollste Gefühl, das ich kenne. Ich will zum Pump kommen, weil dann meine Muskeln wachsen. Pump bedeutet, dass meine Muskeln sich mit Blut füllen und echt hart werden; die Haut ist so gespannt, als würde sie gleich platzen. Ich habe den Eindruck, dass jemand meine Muskeln mit Luft aufgepumpt hat. Das ist ein fantastisches Erlebnis”.
Arnold Schwarzenegger

Stickstoffmonoxid (NO) ist ein relativ neues Objekt pharmakologischer Forschungen. Die erste von ihnen, mit der die weitere Erforschung dieser chemischen Verbindung began, wurde vor nur 33 Jahren veröffentlicht. Nichtsdestoweniger hat sie einen derart großen Einfluss auf das Forschermilieu genommen, dass bislang beinahe 40.000 Publikationen mit dem Namen dieses Teilchens im Titel erschienen sind und in über 70.000 Studien auf die Rolle von NO Bezug genommen wird. Der Einfluss dieser Verbindung auf den Organismus ist sehr vielfältig, was man übrigens in den Kopfzeilen dieser Untersuchungen lesen kann: Er reicht von Effekten, die mit der Hypertrophie der Muskeln zusammenhängen, über eine erhöhte Glykogen-Sättigung bis hin zur Unterstützung der Behandlung von Erektionsstörungen oder der Reduzierung der arteriellen Hypertonie. In diesem Beitrag präsentiere ich den Einfluss von Arginin und anderen Stickstoffmonoxid-Boostern auf den Organismus eines Sportlers, nicht nur in Bezug auf Bodybuilder.

Kurze NO-Geschichte
Stickstoffmonoxid wurde im Jahre 1977 von Ferid Murad entdeckt. Er hat bewiesen, dass Nitroglyzerin und ähnliche Herzarzneimittel die Produktion von Stickstoffmonoxid initiieren, infolgedessen die Blutgefäße erweitert werden und das Blut schneller zirkulieren kann. Ein paar Jahre später, im Jahr 1980, stellten Furchgott und Zawadzki fest, dass unbeschädigtes Endothel der Blutgefäße unter Einfluss von Acetylocholin eine Substanz freisetzt, welche die Blutgefäße erweitert (endothelium-derived relaxing factor, EDRF). Erst im Jahr 1987 hat Louise Ignarro EDRF als Stickstoffmonoxid identifiziert. Es wurde zum Molekül des Jahres 1992 gekürt und seine Identifizierung zu einer der größten Entdeckungen in der Biologie des 20. Jahrhunderts erklärt. Für die Erläuterung der Rolle des Stickstoffmonoxids als Mittel, welches auf das die glatten Muskeln steuernde Nervensystem wirkt, hat Robert Furchgott zusammen mit Ignarro und Murad 1988 den Nobelpreis bekommen. Die Erkenntnisse dieser drei Wissenschaftler trugen zur Erfindung eines Mittels gegen Erektionsstörungen – Sildenafil (Viagra) – bei.

Biochemische Grundlagen der Entstehungsmechanismus von NO
Im menschlichen Organismus entsteht Stickstoffmonoxid aus der Guanidingruppe der Aminosäure L-Arginin in einer Reaktion, die von einigen Iso-Formen des Enzyms der Stickstoffmonoxid-Synthase (NOS) katalysiert wird. Zur Reaktion sind molekularer Sauerstoff, die beiden Cofaktoren NADPH und FAD sowie das Sapropterin (BH4) notwendig. Interessant ist, dass die im Arginin-Molekül enthaltene Guanidingruppe für die Produktion von Stickstoffmonoxid verantwortlich ist. Nur wenige Verbindungen enthalten diese Gruppe, u.a. Arginin, Kreatin, Glykozyamin und Guanidinopropionat. Dies liefert eine Erklärung dafür, warum nur bestimmte Aminosäuren die Produktion von NO erhöhen können, und andere diese Eigenschaft nicht haben. Wenn wir jedoch bedenken, dass diese Teilchen sehr nah mit Kreatin verwandt sind (als Substrate zu dessen Bildung oder als Halbprodukte), wird klar, warum manche Sportler bei der Supplementierung mit diesem Mittel auch einen starken Pump in den Muskeln spüren. Das bedarf natürlich einer hohen Empfindlichkeit der Rezeptoren, so dass nicht jeder diesen Effekt wahrnehmen wird.


Warum hat Arginin die Supplementierungsbranche erobert?
Wenn es in unserer Nahrung beginnt an L-Arginin zu mangeln, entsteht anstelle von Stickstoffmonoxid ein Peroxid-Anionradikal, das mit dem im Organismus präsenten Stickstoffmonoxid reagiert und eine Verbindung bildet, die zu den freien Radikalen gehört (Peroxid-Nitrat-Anion) und praktisch mit jeder angetroffenen Zelle reagiert. Diese kann erhebliche Schäden in den Blutgefäßen anrichten: Die lichte Weite kann sich nicht vergrößern und die Wirkung freier Radikale kann zur Beschädigung des Endothels führen, was u. a. die Aggregation von Blutplättchen und Cholesterin begünstigt und in Konsequenz Embolien und Bluthochdruck verursacht. Dem L-Arginin-Mangel sind insbesondere Personen ausgesetzt, die in ihrer Nahrung Eiweiß meiden. Bei der Mehrheit derjenigen, die Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte essen bzw. Nährpräparate für Sportler einnehmen, wird kein Mangel an dieser Aminosäure beobachtet. Die Supplementierung mit L-Arginin stellt also den richtigen Verlauf der Synthese von Stickstoffmonoxid wieder her und beugt somit Herz- und Blutgefäßkrankheiten, insbesondere der Hypertonie, vor. L-Arginin erhöht den Spiegel bestimmter Hormone, welche den Stoffwechsel regeln (z.B. Wachstumshormon, Insulin oder Adrenalin), was die Menge von Stickstoffmonoxid erhöht und den Blutdurchfluss verbessert. Eine ausreichende Produktion von NO ist somit für jeden Prozess im Organismus entscheidend, der die Blutzirkulation erfordert. Stickstoffmonoxid beschleunigt die Heilung von Schnitt- und Schürfwunden, sowie von Verletzungen von Muskeln, Sehnen und Bändern. Es beugt auch der Arteriosklerose (Erhärtung der Schlagadern), Erektionsstörungen und Diabetes vor.

Und was ist mit den Sportlern?
Die Forschungsergebnisse weisen auch darauf hin, dass L-Arginin, mit Kohlenhydraten eingenommen, bei allen Sportlern - nicht nur Bodybuildern - den Regenerationsprozess beschleunigen und verbessern kann. Obwohl die meisten Werbeslogans für Stickstoffmonoxid-Booster vor allem über das von Arnold Schwarzenegger am Anfang dieses Artikels beschriebene einzigartige Gefühl des Pumps erzählen, geht die Wirkung dieses Nahrungsergänzungsmittels weit über diesen Aspekt hinaus. Bei einer der Forschungen bekamen die Trainierenden nach einer, zwei und drei Stunden nach dem Training ein Kohlenhydratprodukt oder ein Kohlenhydrat-Arginin-Produkt. Diese Nahrungsergänzungsmittel enthielten 1 g Kohlenhydrate oder eine Mischung aus 1 g Kohlenhydrate und 0,08 g Arginin je Kilogramm Körpergewicht. Das Wachstum des Glykogenspiegels in den Muskeln während der vierstündigen Regeneration nach dem Training war erheblich schneller bei denjenigen Sportlern, die die Kohlenhydrat-Arginin-Mischung bekamen. Die Forscher führen diese Ergebnisse auf die Fähigkeit von L-Arginin zurück, die Bioverfügbarkeit der Glukose zu erhöhen, wodurch größere Mengen von Glukose in Glykogen umgewandelt und in den Muskeln gespeichert werden kann. Aus diesem Grund empfehle ich die Anwendung der NO-Boosters zusammen mit Kohlenhydraten sowohl vor dem Training, zur Verstärkung des Pumps, als auch direkt danach, u. a. zur Erhöhung der Bioverfügbarkeit von Glukose. Arginin kann auch im Kampf gegen Fettleibigkeit behilflich sein. Es verhindert das Wachstum der Fettzellen und stimuliert zugleich dieses des hochthermogenen braunen Fettgewebes, das die Verbrennung von Fett beschleunigt. Zusätzlich wirkt Arginin als chemisches Signal zur Beschleunigung des Stoffwechsels.

Kommen wir jetzt aber auf das Phänomen des Pumps zurück, welches von Arnold Schwarzenegger so atemberaubend beschrieben wird. Man hielt es einst für einen vorübergehenden physischen Zustand, bei dem die Muskeln mit Blut gefüllt sind. Viele führende Physiologen haben behauptet, der Pump spiele keine Rolle im Wachstumsprozess der Muskeln. Vor einigen Jahren wurde dies aber widerlegt.

Wie ich früher erwähnte, ist für die Konversion von L-Arginin zum Stickstoffmonoxid das Stickstoffmonoxid-Synthase genannte Enzym zuständig. Und es ist die Quelle des von uns so begehrten Pumps. Die zurzeit durchgeführten Forschungen legen nahe, NO sei etwas mehr als nur ein Vasodilator – in Wirklichkeit initiiere es den Prozess der Muskelhypertrophie. Frühere Experimente haben gezeigt, dass ein Sprung in der Produktion von NO zur Freisetzung des Wachstumsfaktors der Hepatozyten (HGF) in die extrazelluläre Matrix und anschließend zur Aktivierung der für das Wachstum der Muskeln verantwortlichen Satellitenzellen führt. Das bedeutet, dass ein plötzliches Wachstum des NO-Spiegels die anabolische Antwort auf das Training verstärken kann. Die Verabreichung von L-Arginin nach dem Training wirkt sich auch auf den Auswurf von IGF-1 (insulinähnlichem Wachstumsfaktor), die damit verbundenen langfristigen anabolischen Effekte und die Stimulation deTestosternauswurfs aus. Wir brauchen weitere Forschungen, um diese Prozesskaskaden völlig verstehen zu können, heute weiß man jedoch schon, dass die Wirkung von Stickstoffmonoxid weit über den Pump hinausgeht.
 

Verschiedene Arginin-Formen
L-Arginin-α-Ketoglutarat ist ein aus der Aminosäure Arginin und der α-Ketoglutarsäure gebildetes Salz. Produkte mit AAKG erhöhen den Spiegel von anabolen Hormonen und Aminosäuren-Metaboliten, darunter des insulinähnlichen Wachstums-faktors (IGF-1). AAKG wirkt auch antikatabolisch, indem es die Synthese der Eiweiße unterstützt und somit zum Wachstum der Muskeln beiträgt. Studien über das Arginin-α-Ketoglutarat haben gezeigt, dass es sowohl den Stoffwechsel von Aminosäuren (insbesondere von Arginin) als auch das Elektrolytprofil bei einer Hämodialyse unterzogenen Patienten verbessert; beide Aspekte sind für Bodybuilder von großer Bedeutung. Durch die Teilnahme am Stoffwechsel von Eiweiß gilt Arginin-α-Ketoglutarat als Stoff, welcher sowohl anabolische als auch antikatabolische Prozesse fördert. Eine Supplementierung mit diesen Verbindungen über das in normalen Lebensmitteln auftretende Niveau kann diese Wirkung noch stärken.
Obwohl standardmäßiges Arginin ein praxisgerechterer Stimulator des Wachstumshormons ist, hat sein Derivat AAKG einen stärkeren Einfluss auf die Erweiterung der Blutgefäße. Wenn man den Transport eines Stoffes zu den Muskeln durch eine Erhöhung des Blutdurchflusses verbessern will, nimmt man am besten AAKG MEGA HARDCORE von TREC. L-Arginin-α-Ketoglutarat ist eine nach der Verdauung stabilere und somit auch effektivere Form. Ich kann dieses Nahrungsergänzungsmittel insbesondere in Form eines flüssigen Shots empfehlen.

L-Arginin HCl (L-Arginin-Hydrochlorid) ist eine in Wasser sehr gut lösliche Form von Arginin, hat jedoch bitteren Geschmack und wird etwas langsamer aufgenommen als die, welche mit α-Ketoglutaratsäure gekoppelt ist. Es ist dennoch eine gute Alternative, die zwar eine nicht so gewaltigen und spektakulären Pump ergibt, wie das α-Ketoglutarat, dafür aber etwas nachhaltiger wirkt.

L-Arginin-Malat – ein Salz, das durch die Verbindung zweier L-Arginin-Moleküle mit einem Apfelsäure-Molekül entsteht. Es hat eine sehr hohe Bioverfügbarkeit und ist leicht assimilierbar, wodurch es schnell, aber ziemlich kurz wirkt.
Eine gute Lösung ist natürlich die Verbindung eines sehr schnell wirkenden Esters mit einem, der langsamer, aber nachhaltiger wirkt. Am vernünftigsten scheint die Verbindung von Argininmalat und Arginin-α-Ketoglutarat zu sein. Kein Wunder, dass TREC-Produkte wie AAKG MEGA HARDCORE, NITROBOLON, NITROBOLON II oder S.A.W. so eine Zusammensetzung beinhalten. Selbstverständlich können wir diese Aminosäure auch einzeln oder in Form eines Hydrochlorids anwenden. Besonders zu empfehlen ist die Neuheit von TREC – L-ARGININE XTREME in großen Kapseln KING SIZE, die eine präzise Supplementierung sehr erleichtern.

Und was ist mit Citrulin?
Dieser Inhaltsstoff ist neben L-Arginin der zweitwichtigste Aktivator der NO-Produktion im Stickstoffmonoxid-Synthase-Pfad (NOS). Citrulin ist an der Synthese dieses Vermittlers beteiligt und erleichtert bei körperlicher Anstrengung dessen Produktion. Gleic-zeitig nimmt es zusammen mit Adenosintriphosphat (ATP) am Prozess der Kontraktion der Muskelfasern teil. Untersuchungen haben bewiesen, dass eine Verbindung von Citrulin und Arginin eine viel größere Produktion von Stickstoffmonoxid ergibt als die gleiche Dosis von purem Arginin. Dadurch, dass Citrulin kein direktes Substrat dieser Reaktion, sondern nur ein Präkursor von NO ist, ist es nicht anfällig für konkurrierende Stoffwechselprozesse, bei denen L-Arginin als Basis für die Produktion anderer Verbindungen als Stickstoffmonoxid auftritt. Citrulin ist auch der Hauptpräkursor von Kreatin. Es beschleunigt die Synthese von Phosphorkreatin. Außerdem gehört es zum Bestand am Nichteiweiß-Stickstoff, der infolge des Katabolismus der Muskelproteine entsteht. Diese Substanz weist eine starke antikatabolische Wirkung auf. Studien beweisen, dass Citrulinmalat das Müdigkeitsgefühl während erschöpfender Trainingseinheiten verringern kann. Nach wissenschaftlichen Angaben erhöht die Supplementierung mit Citrulinmalat infolge der Oxidation die ATP-Produktion um 34%, und das Regenerationstempo von Phosphorkreatin um 20%. Die Autoren dieser Untersuchungen sind zum Schluss gekommen, dass die durch die Zuführung von Citrulinmalat hervorgerufenen Änderungen im Muskelstoffwechsel darauf hinweisen, dass dieses die Produktion von Energie infolge der Oxidierungsreaktion fördern kann. Dieses Nahrungsergänzungsmittel erhöht die Ausdauer durch die Wirkung mehrerer separater Mechanismen. Erstens verbessert es die Ausscheidung von sauren Metaboliten – Hydronium-Ionen, die ein Nebenprodukt des ATP-Zerfalls bei intensiver Anstrengung sind, und Ammoniak – aus dem Blut während des Trainings. Darüber hinaus kann Citrulinmalat in Verbindung mit Arginin eine Erweiterung der Blutgefäße bewirken, was auch die Ausdauer erhöht und die Müdigkeit reduziert. Der einzige wesentliche Nachteil dieses Nahrungsergänzungsmittels ist die Dosis, die man einnehmen muss, um gute Resultate zu erzielen (betrifft das pure Citrulinmalat). Deshalb ist es am günstigsten, es in Verbindung mit L-Arginin einzunehmen. Es wirkt hervorragend, wenn wir die Regeneration zwischen den Trainingseinheiten verbessern wollen, und noch besser, wenn wir die Müdigkeit während der Cardio-Sitzungen in Grenzen halten wollen, was zur Verbesserung unserer Kondition und Ausdauer beiträgt.

Gegner der Produktion von NO
Der Hauptgegner der Stickstoffmonoxid-Synthase, die die Produktion von NO im Organismus katalysiert, ist ein anderes Enzym – Arginase –, welches mit ihm um das Substrat konkurriert. Das Ergebnis seiner Aktivität ist der Zerfall von L-Arginin infolge der Hydrolyse in Harnstoff und L-Ornitin. Arginase ermöglicht dem Organismus eine Regelung des Stickstoffmonoxidspiegels. Wir können ihre Wirkung nicht anhalten, sind aber in der Lage, sie durch entsprechende Manöver mit der Supplementierung etwas auszutricksen, um die Wirkung von NO für unsere Muskeln maximal auszunutzen. Eine dieser Methoden ist die tägliche Einnahme mehrerer kleinerer Portionen von Stickstoffmonoxid-Boostern anstelle einer großen. Eine andere besteht in der Verbindung unterschiedlicher L-Arginin-Formen mit differenzierter Resorptionskinetik mit dem Produkt des ganzen Prozesses – L-Citrulin. Bei einem Vergleich der beiden Prozesse, bei denen L-Arginin als Substrat benutzt wird, können wir dank der beschriebenen Methoden, die NOS und die Produktion von Stickstoffmonoxid als Gewinner betrachten. Ich habe erwähnt, dass eine der Gefährdungen der Produktion von Stickstoffmonoxid in der zu kleinen Arginin-Menge in der Kost besteht, was zu Störungen dieser Produktion durch die Konkurrenz mit dem Peroxid-Anion-Radikal um die Stickstoffmonoxid-Synthase (NOS) führt. Als eine der bedeutendsten Gefährdungen dieser Reaktion wird der oxidative Stress angesehen, deshalb kann man positive Effekte der Verbindung von Arginin und Citrulin mit Substanzen beobachten, die freie Radikale eliminieren. Clayton Camic von der University of Nebraska-Lincoln in den USA hat bewiesen, dass die Anwendung eines Nahrungsergänzungsmittels, welches Arginin enthält (1,5 oder 3 g Arginin und Extrakt aus Traubenkernen, welcher Polyphenole, also starke Antioxidantien, enthält), über 4 Wochen die Ausdauer des Organismus um rund 20% erhöht. Diese Verbindung kann über eine Verstärkung des Blutdurchflusses, Freisetzung des Wachstumshormons oder eine Verbesserung der Funktion der Zellen, die die Blutgefäße auspolstern, wirken. Vielversprechende Effekte der NOS-Unterstützung brachte auch die patentierte Matrix aus pflanzlichen Polyphenolen mit dem Namen ViNitrox, die aus einer Mischung des Traubenextrakts (Vitis viniferia) mit Apfelextrakt (Malus pumila) in genau festgelegten Proportionen besteht. Im Laufe der Untersuchungen hat sich erwiesen, dass von allen Mischungen diese Matrix die Wirkung der Stickstoffmonoxid-Synthase am stärksten unterstützt, und zwar hauptsächlich durch die Blockierung der reaktiven Sauerstoffformen, die die Konzentration von NOS und die Produktion von Stickstoffmonoxid verhindern.
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Eine weitere Gefährdung ist die Stimulation der Enzyme mit den Namen iNOS und cNOS, die in bestimmten Fällen die Reaktion des Organismus auf verabreichtes Arginin bereits nach einigen Portionen schwächen. Infolgedessen wird die Produktion von endogenem Stickstoffmonoxid weitgehend blockiert und die Blutgefäße werden nicht mehr so stark erweitert. iNOS beschränkt die Synthese von Stickstoffmonoxid durch die Erhöhung der Produktion von ADMA (asymmetrisches Dimethylarginin). Erfreulich ist, dass dieser Prozess sich kontrollieren lässt, z.B. durch die Verbindung von Arginin mit einem α-Ketoglutarat-Ester bzw. Zugabe von Antioxidantien oder Agmatin. Durch das Anhalten dieses Prozesses lassen der Abbau von L-Arginin und die produzierten Stickstoffmonoxidmengen selbst bei langer Anwendung nicht nach, was eine gute Nachricht für all diejenigen ist, die eine ständige Supplementierung mit Arginin zur Senkung des Blutdrucks betreiben.

Alternativer Produktionsweg von NO
Der menschliche Organismus verbirgt sehr viele Geheimnisse. Bis vor kurzem versuchte niemand zu analysieren, was mit Stickstoffmonoxid passiert, nachdem es seine Aufgabe erfüllt hat. Die neuesten Studien werfen ein ganz neues Licht auf dieses Teilchen. NO wird ziemlich schnell zum Nitrit (NO2-) und Nitrat (NO3-) – anorganischen Sickstoffverbindungen – oxidiert. Letzte Untersuchungen brachten überraschende Resultate. Durch eine Analyse sekundärer NO-Metaboliten hat man entdeckt, dass im menschlichen Organismus noch ein zum NOS-Enzym alternativer Pfad der Produktion dieses Zellenvermittlers aus diesen Verbindungen (Nitrit-Nitrat-NO) funktioniert. Die unter Beteiligung der Sportler durchgeführten Forschungen sind vielversprechend – die Supplementierung mit Nitraten führt nämlich zur Erhöhung des NO-Spiegels im Organismus. Wissenschaftler gingen einen Schritt weiter und verbanden die Nitrate mit Kreatin und Arginin. Auf diese Weise sind zwei äußerst starke Wirkstoffe mit erhöhtem Vasodilationspotential (gefäßerweiternden Potential) entstanden – Kreatin-Nitrat und L-Arginin-Nitrat. Sie kennzeichnen sich durch hohe Bioverfügbarkeit und Beständigkeit gegen die saure Umgebung des Verdauungstraktes aus. Der erstere ist u. a. Bestandteil der innovativen Kreatin-Matrix – CREA9 XTREME.

Arginin und andere NO-Booster in unterschiedlichen Sportdisziplinen
Bevor wir uns mit der Verwendung der Stickstoffmonoxid-Booster beschäftigen, lasst uns ihre Wirkung zusammenfassen:
- Durch eine Lockerung des Endothels der Blutgefäße erleichtern sie den Zufluss von Blut zu den Muskeln, was in dem Pump-Effekt resultiert. Auf diese Weise vergrößert sich die Spannung der Muskelzellen, die der Muskelhypertrophie einen zusätzlichen Anstoß liefert
- Nach dem Training eingenommen, intensivieren sie die Sekretion von IGF-1, stimulieren die Satellitenzellen und verbessern die Sättigung der Muskeln mit Glykogen, was die Regenerationsprozesse erheblich beschleunigt
- Durch die Erweiterung der Blutgefäße vergrößern sie die Lieferungen von Sauerstoff und Nährsubstanzen für die Muskeln und beschleunigen den Abbau versauernder Metaboliten, die die Regeneration der Muskeln beeinträchtigen
- Sie beschleunigen die Produktion von ATP und die Regeneration des Phosphokreatins, wodurch sie die Leistungsfähigkeit während des Trainings steigert
- Sie sensibilisieren die Muskelzellen für Glukose
- Sie fördern den Fettstoffwechsel
- Sie gewährleisten die Erhaltung der Elastizität der Blutgefäße, was hohe Pulswerte zulässt und vor Herz- und Gefäßerkrankungen, insbesondere vor Atheromatose, schützt
 
Angesichts der obigen Erkenntnisse kann man feststellen, dass die Supplementierung mit Stickstoffmonoxid-Boostern in jeder Sportdisziplin Vorteile bringt. Somit scheinen die Vorbehalte gegenüber derartigen Nahrungsergänzungsmitteln seitens der Ausdauer- und Kampfsportler unbegründet zu sein. Man sollte vielmehr für eine entsprechende Dosierung und richtige Einnahmezeiten sorgen. Bei Bodybuildern wird die richtige Dosis bei 0,1–0,2 g L-Arginin je Kilogramm Körpergewicht pro Tag betragen, wovon die Hälfte vor, die andere Hälfte nach dem Training eingenommen werden sollte. Zur Verbesserung des Transports von Sauerstoff, der Verbrennung von Fettgewebe und des Regenerationstempos der Energiesubstrate bei den Ausdauer- und Kampfsportlern würde ich die Applizierung von je 0,05 g/kg in zwei Portionen empfehlen. Sie soll in gewissen Zeitabständen vom Training erfolgen, um die Erscheinung des Pumps zu vermeiden, die in diesen Disziplinen höchst ungünstig sein kann. Man kann alle oben aufgeführten Vorteile selbstverständlich auch durch die Supplementierung nach dem Training alleine erreichen, wobei das Gefühl des Pumps vermieden wird.

Louise Ignarro, der für die Entdeckung der Wirkung von NO mit dem Nobelpreis geehrt wurde, suggerierte die Supplementierung mit Arginin ab 5 g täglich. Nach Ansicht vieler Forscher kann man L-Arginin und andere Produkte, die die Produktion von Stickstoffmonoxid fördern, als Allheilmittel bezeichnen.

 

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